Wir lieben Denim! Jeans und Denim-Artikel sind - und das schon seit Ewigkeiten - ein fester Bestandteil unserer Kleiderschränke. Ein treuer Begleiter, den wir in fast jeder Situation verwenden können. 

 

Jeans und Denim gibt es zwar in fast jedem Geschäft zu kaufen, aber vielleicht willst du etwas mehr. Kreiere etwas Einzigartiges. Eine selbstgenähte Jeans zum Beispiel, die wie angegossen sitzt. Oder die Jeansjacke, von der du schon immer geträumt hast, die du aber nirgends finden konntest. 

 

 

Nähen mit Denim ist ein echter Albtraum - oder doch nicht? 

 

Denim-Stoff ist robust, langlebig, knittert nicht und ist nicht schwer zu schneiden. 

 

Trotzdem hat Denim einen etwas schlechten Ruf, wenn es um das Nähen geht. Dabei ist es gar nicht so schwer, wie du vielleicht denkst.   

 

 

Denim-Tools sind entscheidend für den Erfolg 

 

Zweifellos wird es schwierig, wenn nicht fast unmöglich, Jeans mit denselben Werkzeugen zu nähen, die du für andere Nähprojekte verwendest. Was solltest du also anders machen? 

#1 Scharfe Werkzeuge verwenden

 

Denim ist ein harter Stoff, daher kommst du mit stumpfen Scheren oder Nadeln nicht weiter. Benutze stattdessen eine hochwertige Schneiderschere und scharfe Nadeln - immer. 

 

 

#2 Jeansnadeln verwenden

 

Zum Nähen von Jeansstoff benötigst du eine strapazierfähige Nadel. Benutze z. B. eine Jeansnadel. Eine Jeansnadel hält wirklich, was sie verspricht, denn sie ist zweifellos die beste Nadel zum Nähen von Jeansstoff. Jeansnadeln sind länger, schärfer und haben ein größeres Öhr, damit dickeres, stabileres Nähgarn aufgenommen werde kann. 

 

Wenn Du keine Jeansnadel hast, kannst Du eine strapazierfähige Universalnadel von mindestens Größe 90/14 verwenden. Möglicherweise brauchst du sogar eine 100/16er Nadel, vor allem bei dickem Jeansstoff oder mehreren Stofflagen.   

 

Die Verwendung der richtigen Nadel verringert das Risiko, dass Nadeln abbrechen oder Stiche ausgelassen werden.   

 

Egal, welche Nadel du verwendest, beim Nähen von Jeansstoff nutzen sich deine Nadeln ab. Kaufe daher einige Nadeln, damit du die stumpfe Nadel gelegentlich durch eine neue ersetzen kannst.   

#3 Verwende das richtige Garn für Denim

 

Denim-Kleidungsstücke müssen haltbar sein, und eine Jeans ist nur so stark wie ihr schwächstes Teil.

 

Beim Nähen deiner Denim-Modelle solltest du besonders robustes Garn verwenden. Verwende Jeansgarn oder Polstergarn für die Steppnähte - auch bekannt als Jeansnähte. 

#4 Achte auf die Maserung

 

Achte beim Zuschneiden deines Jeansstoffs darauf, dass die Fadenläufe richtig ausgerichtet sind. Wenn du den Stoff falsch zuschneidest, verdreht und verformt sich dein fertiges Modell wahrscheinlich.

 

 

#5 Verwende lange, stabile Stecknadeln oder Wonder Clips

 

Wenn du normale Stecknadeln für deinen Jeansstoff verwendest, besteht die Gefahr, dass du sie verbiegst oder sogar abbrichst - falls sie überhaupt in den Stoff eindringen können. Wir empfehlen daher stabilere, dickere Stecknadeln mit einem breiten Glaskopf.

 

Alternativ kannst du auch Wonder Clips verwenden, um deine Stofflagen zusammenzuhalten. Sie sind oft einfacher zu handhaben, vor allem, wenn du mit robusten Stoffen wie Denim nähst.   

#6 Die Masse reduzieren

 

Je mehr Schichten du deiner Nähmaschine zumuten willst, desto schwieriger wird es. Achte deshalb darauf, dass du während der Arbeit so viel wie möglich von deinen Nähten abschneidest und die Ecken auf ein Minimum kürzt.   

 

Und nicht vergessen: Eine scharfe Stoffschere ist der Schlüssel zum Erfolg bei Denim.


#7 Die richtigen Nähte verwenden

 

Wir empfehlen die Verwendung einer Flachnaht für deine Denim-Styles, da sie unglaublich haltbar und robust sind.

 

Eine flache Kappnaht ist eine überlappende Naht, die flach genäht wird. Diese Naht ist für die meisten Jeans und Denim-Modelle die beste Wahl.

 

Denim kann furchtbar ausfransen. Achte also darauf, dass du deine Nähte fertig versäuberst!

#8 Längere Stiche - und Absteppen

 

Robuste Stoffe wie Denim brauchen einen längeren Stich als normale Stoffe. Die besten Ergebnisse erzielst du mit einer Stichlänge von 3-4 mm. Denim-Stoff erfordert außerdem eine hohe Fadenspannung.

 

Hosen und Jeans müssen gleichermaßen haltbar sein. Der Stoff wird in der Regel stark beansprucht, vor allem im Schrittbereich.

 

Verwende einen schweren Faden (Jeans- oder Polstergarn), um die Nähte von der rechten Seite aus abzusteppen und für zusätzlichen Halt zu sorgen. Du kannst ein normales Universalgarn für die Spule verwenden.   

#9 Dampf und Hamme

 

Heize dein Bügeleisen vor und bügele deine Nähte so flach wie möglich und mit viel Dampf.

 

Klopfe mit einem Hammer auf die Nähte, denn dadurch werden sie weicher und lassen sich leichter bearbeiten. Dies ist besonders wichtig, um einen sauberen Steppstich zu gewährleisten.   

 

 

#10 Robuste Reißverschlüsse und Knöpfe verwenden

 

Achte darauf, dass du Reißverschlüsse und Knöpfe verwendest, die für die jeweilige Aufgabe geeignet sind. Zum Beispiel passen schwere DruckknöpfeJeansknöpfe und schwere Reißverschlüsse gut zu Jeans, Jeanshosen und Jeansröcken.

 

Blusen aus leichterem Jeansstoff können mit Standardverschlüssen genäht werden.   

Mach langsam. Halte den Stoff beim Nähen fest und drücke oder ziehe nicht am Stoff.

 

Je schneller du nähst, desto schneller musst du deine Nadeln austauschen. Für Näherinnen und Näher, die es gewohnt sind, mit angezogener Handbremse zu nähen, mag das frustrierend sein, aber Jeans sind nicht wie andere Stoffe.

 

Du kannst Jeans auf einer normalen Nähmaschine nähen. Trotzdem musst du vielleicht gelegentlich das Handrad benutzen, vor allem, wenn deine Maschine Schwierigkeiten mit einer besonders dicken Naht hat.

 

Einige Nähmaschinen sind mit einem Jeansfuß ausgestattet, der zwar nicht erforderlich ist, aber die Arbeit erleichtert.

 

 

Viel Spaß beim Nähen von Denim und beim Teilen deines Stils 

 

Denim ist ein schöner, vielseitiger Stoff. Da Denim so zeitlos ist, bedeutet das, dass du deine Zeit in das Nähen eines Kleidungsstücks investierst, das du jahrelang verwenden kannst!

 

Möchtest du andere inspirieren oder einfach das fantastische Denim-Kleidungsstück zeigen, das gerade von deiner Nähmaschine geflogen ist? Dann teile deinen Stil auf Instagram und verlinke uns!