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Nähe Dein eigenes Wärmekissen
Wärmekissen, Körnerkissen. Es gibt viele Namen dafür. Zum Glück kannst Du es ganz einfach selbst nähen. Ein schönes kleines Nähprojekt für Dich, Deine Familie oder als selbstgemachtes Geschenk für einen lieben Menschen.
Die kleinen, mit Körnern gefüllten Kammern geben dem Kissen ein angenehmes Gewicht und sorgen dafür, dass es sich gut an den Körper anschmiegt. Wärme es nach einem langen Tag für Nacken und Schultern auf oder für kleine, müde Beine vor dem Schlafengehen. So ein Wärmekissen hat man einfach gerne griffbereit.
Lust bekommen, Dein eigenes zu nähen? Such Dir einen schönen Stoff aus, dann zeigen wir Dir Schritt für Schritt, wie es geht.
- Zeitaufwand1–2 Stunden
- SchwierigkeitsgradEinfach
- Fertige Maßeca. 20 × 68 cm
Das brauchst Du
- 50 cm Stoff bei 105 cm Stoffbreite oder 25 cm Stoff bei 140 cm Stoffbreite
- Ca. 1,4 Liter Füllmaterial Deiner Wahl, das entspricht etwa 1 kg. Hier erfährst Du, womit Du Dein Wärmekissen füllen kannst
- Nähgarn passend zum gewählten Stoff
- Evtl. Markierstift oder Schneiderkreide
Sådan syr du din varmepude
Zuschneiden
Schneide 2 Stoffstücke mit den Maßen 22 × 70 cm zu. Falte an einer Längsseite beider Stoffstücke jeweils 1 cm auf die linke Stoffseite um und bügle die Kante.
Zusammennähen
Lege die beiden Stoffstücke rechts auf rechts aufeinander. Die beiden umgebügelten Kanten liegen dabei genau aufeinander. Nähe die anderen 3 Seiten mit 1 cm Nahtzugabe zusammen.
Die Kammern nähen
Wende den Stoff auf rechts und bügle ihn. Nähe 7 Steppnähte quer durch beide Stofflagen, sodass 8 jeweils 8,5 cm breite Kammern entstehen. Zeichne die Linien vorher bei Bedarf mit einem Markierstift oder Schneiderkreide ein.
Füllen und schließen
Fülle jede Kammer mit 175 ml Füllmaterial. Stecke die Öffnungen mit Stecknadeln fest und schließe sie von Hand mit unsichtbaren Stichen oder mit einer knappkantigen Naht an der Nähmaschine mit 0,3 cm Nahtzugabe.
Gut zu wissen, bevor Du loslegst
Gut zu wissen, bevor Du loslegst
- Wähle den richtigen Stoff: Verwende einen dicht gewebten Stoff aus Naturfasern, zum Beispiel Baumwolle oder Leinen. Vermeide synthetische Stoffe, da sie beim Erwärmen schmelzen können.
- Fülle die Kammern nach und nach: Gib etwa 175 ml Füllmaterial in jede Kammer. Miss die Menge nach Volumen statt nach Gewicht ab, da verschiedene Füllmaterialien unterschiedlich viel wiegen.
- Taste Dich beim Erwärmen langsam heran: Stoff, Füllung und Mikrowellen sind unterschiedlich, deshalb gibt es keine Aufwärmzeit, die für alle passt. Starte vorsichtig, zum Beispiel mit 45 Sekunden bei 600 Watt. Erwärme das Kissen bei Bedarf etwas länger. Prüfe immer die Temperatur, bevor Du das Kissen auf die Haut legst. Ein zu heißes Kissen kann Verbrennungen verursachen. Lass das Kissen vollständig abkühlen, bevor Du es erneut erwärmst.
- So bleibt es leichter sauber: Das Wärmekissen selbst ist nicht waschbar. Nähe bei Bedarf einen abnehmbaren Bezug, den Du waschen kannst.
- Nimm Dir bei den ersten Anwendungen etwas Zeit. Lerne Dein Wärmekissen und Deine Mikrowelle kennen und behalte das Kissen beim Erwärmen im Auge. Du nähst und verwendest das Wärmekissen auf eigene Verantwortung.
Geeignete Stoffe für Dein Wärmekissen
Womit füllst Du Dein Wärmekissen?
Bei der Wahl der Füllung für Dein Wärmekissen gibt es viele Möglichkeiten. Wenn Du online suchst, findest Du die unterschiedlichsten Vorschläge, von Reis und Weizenkörnern bis hin zu Kirschkernen, Traubenkernen und Rapssamen.
Hier lohnt es sich allerdings, ein wenig genauer hinzuschauen. Nicht jede Füllung eignet sich gleich gut zum Erwärmen. Außerdem beeinflusst die Füllung, wie sich das Kissen anfühlt und wie gut es die Wärme speichert. Wähle deshalb immer ein Füllmaterial, das für Wärmekissen und zum Erwärmen in der Mikrowelle geeignet ist.
Weizenkörner oder Gerste
Eine klassische Füllung für Wärmekissen. Weizen und Gerste speichern die Wärme gut und machen das Kissen weich und anschmiegsam, sodass es sich angenehm an den Körper anpasst.
Reis
Reis ist eine unkomplizierte Möglichkeit und steht vielleicht sogar schon in Deinem Küchenschrank. Er wird schnell warm und sorgt für ein weiches Kissen, speichert die Wärme aber meist nicht so lange wie einige andere Füllmaterialien.
Kirschkerne, Traubenkerne oder Rapssamen
Du kannst Dein Wärmekissen auch mit Kirschkernen, Traubenkernen oder Rapssamen füllen. Die verschiedenen Füllmaterialien verleihen dem Kissen ein unterschiedliches Gewicht und Gefühl. Wähle einfach die Variante, die am besten dazu passt, wie Du Dein Wärmekissen verwenden möchtest. Gut zu wissen: Kirschkerne sind leichter als Getreide und andere Körner. 1,4 Liter wiegen hier deshalb nur etwa 600 g.
Ein kleiner, aber wichtiger Tipp: Achte immer darauf, dass die Füllung vollständig trocken ist, und beachte die Hinweise für das Füllmaterial, das Du verwendest.
Und schon ist Dein Wärmekissen fertig
Von der Nähmaschine aufs Sofa dauert es gar nicht lange. Wärme Dein Kissen auf, mach es Dir an Deinem Lieblingsplatz gemütlich und genieße das schöne Gefühl, es selbst gemacht zu haben.
Für das Wärmekissen brauchst Du nicht viel Stoff. Schau also gerne erst einmal in Deiner Restekiste nach, bevor Du neuen Stoff kaufst. Und wenn das erste Wärmekissen bei Euch eingezogen ist, wundere Dich nicht, wenn sich der Rest der Familie auch eins wünscht.
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